Pflanzenmedizin nach Hildegard von Bingen

Die Pflanzenmedizin nach Hildegard von Bingen umfasst pflanzliche und allgemeine medizinische Empfehlungen der im Mittelalter lebenden Ordensfrau, die äußerlich und innerlich angewendet können.

Zubereitungen aus Pflanzen und mineralische Pulver bilden die Schwerpunkte.

Hildegard war über die Klostergrenzen hinaus bekannt, denn sie korrespondierte mit weltlichen und geistigen Größen ihrer Zeit. Sie schrieb visionäre Bücher über die Natur und Menschen. So beschreibt sie über 100 Pflanzen die innerlich und äußerlich angewendet, eine Heilung beschleunigen sollen.

Ihre Betrachtungen galten lange als verschollen. Seit Ende des letzten Jahrhunderts gibt es engagierte Laien, die Hildegards Wirken und Schrifttum wiederentdeckten und einem naturmedizinisch interessierten Publikum aufbereiteten.

Die medizinische Sichtweise auf Körper, Geist und Seele und Pflanzenwelt mit modernen naturheilkundlichen Augen zu betrachten und in die medizinische Praxis einfließend zu lassen, machten viele Therapeuten sich zu nutze. Da viele mittelalterliche Kräuternamen heute nicht mehr üblich sind, waren Fachleute und Historiker nötig, die die entsprechenden Pflanzennamen herausfanden.

Von Hildegards Originalrezepturen blieben eine Fülle von Teemischungen, Likörweinabkochungen (Elixiere), Salben und Pulvermischungen, magische Gewürzplätzchen und pflanzliche Tinkturmischungen übrig.

Nebenher gibt es auch noch Gesundheitskochbücher nach Hildegard auf dem Markt.